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Kulturausschuss Pankow befasst sich mit Café Garbáty

ddp - Montag, 25. Februar, 17:21 Uhr, erschienen u.a. bei Berlinonline

 

Berlin (ddp-bln). Der Kulturausschuss der Pankower Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wird sich am Freitag (29. Februar) in einer Sondersitzung mit der Zukunft des Café Garbáty befassen. Das Veranstaltungshaus in der Altstadt von Pankow soll am 11. März zwangsgeräumt werden, sagte Betreiber Wolfgang Spors am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp. Die Sondersitzung kam auf Initiative der BVV-Fraktionen von CDU und Grünen zustande.

 

Der Café-Betreiber war nach einem verlorenen Rechtsstreit im November 2007 und bereits vorangegangenen Kündigungen zum Verlassen der sogenannten Garbáty-Villa aufgefordert worden. Die Einrichtung besteht seit 2000 als «nichtgefördertes kulturelles Zentrum». Der Hausname geht auf den jüdischen Eigentümer der 1938 zwangsarisierten Garbáty-Zigarettenfabrik zurück.

 

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Stefanie Remlinger, sagte auf Anfrage, das Café sei «eine wichtige kulturelle Kraft für die Musikszene und den Ostrock in Pankow». Es wären sowohl aufseiten der Bezirksverwaltung als auch auf der Seite des Garbáty Fehler gemacht worden. Remlinger: «Wichtig ist es nun, von beiden Streitparteien öffentlichen Schaden abzuwenden.»

 

Wie die Sprecherin das Vereins Garbáty, Antonia Herzog, sagte, soll der Räumung mit einer Mahnwache und Livemusik begegnet werden. Jedoch verschließe sich der Verein nicht einer durch den Bezirk angebotenen Umzugslösung. Die erste Objektbesichtigung finde bereits kurz vor der Sondersitzung des Kulturausschusses statt.

 

(ddp)

 

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