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Presseartikel aus "Pankow Heute" vom 03.09.2007

Garbáty mischte mit beim Bürgerparkfest

Verein machte auf drohende Schließung aufmerksam

 

Pankow. Mit mehreren Veranstaltungen und einer spektakulären Aktion machte der Verein Garbáty zur den Feierlichkeiten 150 Jahre Bürgerparktor und 100 Jahre Markt auf dem Pankower Anger am letzten Augustwochenende auf seinen Kampf um den Erhalt das Kulturcafés an der Breiten Straße 43 aufmerksam.

 

Der Verein ringt jetzt seit fast einem Jahr um den wichtigen Standort der Berliner Musikszene in Pankow, seitdem das Bezirksamt den privaten Betreibern die Villa gekündigt hat. Die noch andauernden juristischen Auseinandersetzungen begleitet der Verein durch eine Offensive in der Bezirkspolitik und die Entwicklung von Konzepten, um das weit über die Grenzen des Bezirks bekannte Kulturcafé in Pankow in jedem Fall zu halten.

 

Der Garbáty e.V. ist inzwischen zu einem wichtigen Akteur des Pankower Kulturlebens geworden. Das zeigte er bei dem Fest zur Einweihung des renovierten Bürgerparktores und auf dem Anger. Er beteiligte sich an der Vorbereitung und Organisation des Festes sowie durch eine Kinderdisco im Café Garbáty und einen Tanzabend mit DJ Grammophon am Sonnabend, 25. August. Außerdem zeigten „Kühn und Grosse“ sowie das Swing-Trio „The nightingales“, wie sehr die Künstler, die im Garbáty auftreten, das Musikleben in Pankow bereichern.

 

Seinen wichtigsten Beitrag, um die Kultur in Pankow zu erhalten und zu beleben, leistete der Verein jedoch durch die Präsentation des Garbáty als Mittelpunkt der Pankower Musikszene. Bereits am Montag, 20. August, war eine Ausstellung mit Fotos von Ulrich Mücke, die er bei Konzerten von Stars der internationalen Musikwelt aus Jazz, Rock und Pop im Garbáty aufgenommen hat, eröffnet worden. Sie ist noch bis Sonnabend, 24. September, zu den Öffnungszeiten des Café Garbáty zu besichtigen, also täglich ab 18 Uhr.

 

Während des Samstag hatte der Verein einen Infostand am Anger eingerichtet, an dem sich die Besucher über das Garbáty und seine drohende Schließung durch die Entscheidung des Bezirksamtes, die Villa an einen bislang in Prenzlauer Berg tätigen Tanzverein zu übergeben, informieren konnten.

 

Für den Nachmittag dann hatte der Garbáty e.V. zu einer Aktion aufgerufen, an der sich etwa 120 Menschen beteiligten. Vom Café aus zogen sie über Kreuzungen und Bürgersteige, den Markt, am Pankower Ratshauscenter und dem Pankower Rathaus vorbei in die Fußgängerzone vor dem Bürgerpark. Hierbei erwies sich, wie richtig und wichtig die Protestaktion bei einer solchen Gelegenheit war. Am Rande der Demo waren vielfach Fragen oder Äußerungen von Besuchern zu hören wie „Was, das Bezirksamt will das Garbáty dicht machen?“ oder auch „Die spinnen wohl im Bezirksamt!“

 

Gegen 15 Uhr hatte der Zug der Demonstranten im Gefolge der Trommler von Rakatak seine Plätze an der Bühne im Bürgerpark eingenommen. An den Flanken der Bühne waren die mitgeführten Transparente und Plakate von keinem der Besucher zu übersehen, auch nicht von Bürgermeister Matthias Köhne (SPD), als der wenig später das Fest offiziell eröffnete.

 

Auch als das Band zur Übergabe des renovierten Bürgerparktores feierlich durchschnitten wurde, zeigten die Akteure aus dem Garbáty Flagge. Hierbei hielten sie sich allerdings, entsprechend den Absprachen mit den Ausrichtern des Festes und auf Drängen des Bezirksamtes in der zweiten Reihe. Franziska Kühne, Vorsitzende des Vereins: „Wir wollen nicht provozieren. Wir wollen nur zeigen, dass das Garbáty inzwischen zu Pankow gehört wie das Bürgerparktor.“ Scr.

 

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